Konzept und Kontakt: Daniela Walther
Freie Journalistin
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BISS (www.biss-magazin.de)
ist ein Münchener Zeitungsprojekt, das seit 1993 Bürgerinnen und Bürgern in sozialen Schwierigkeiten hilft, sich selbst zu helfen. Das Blatt wird von professionellen Journalisten und Fotografen gemacht und hauptsächlich von Menschen verkauft, die obdachlos sind oder es waren. BISS erscheint monatlich mit einer Doppelausgabe in den Monaten Juli/August und einer durchschnittlichen monatlichen Auflage von 35.000 Exemplaren. BISS greift sozialpolitische und sozialkritische Themen auf. Der Grundtenor der Berichterstattung ist nachrichtlich und sachlich.
Die Idee
Die Autorin Daniela Walther und der Fotograf Volker Schmitt begleiten ab Januar 2010 SchülerInnen aus den Abschlussklassen bzw. -kursen der Franz-Auweck-Abendschule während ihres letzten Schuljahres bzw. Semesters. Dokumentiert werden soll – in einer über mehrere Monate hinweg erscheinenden Bildergeschichte – die letzte Etappe auf dem Weg (Schule, Jobsituation, Job- und Lehrstellensuche, Lerngruppen, Nachhilfe, Familie/Partner, Freunde, Freizeit...) zum Ziel (Zulassung zur bzw. Bestehen der Abschlussprüfung, Zeugnisübergabe, Jobwechsel, Ausbildungsplatz, weiterführende Schule, Studium etc.) und was diesen Weg und diese Schule von anderen Möglichkeiten unterscheidet.
Die Absicht
Bildung ist in den letzten Jahren zum Dauerthema in den Medien geworden. Politik, Wirtschaft und Arbeitsagentur haben die Bereitschaft zum „lebenslangen Lernen“ längst zur Selbstverständlichkeit erklärt. Aber was heißt das eigentlich? Wir wollen zeigen, was Bildung und Lernen heißen und was der Begriff „Bildungsbürger“ bedeuten kann. Wir wollen wissen, warum sie sich für den „zweiten Bildungsweg“ und die Franz-Auweck-Schule entschieden haben und zeigen, was es im Einzelfall bedeutet, wenn man erst mal beschlossen hat, wieder die Schulbank zu drücken. Uns interessiert, was sie antreibt und motiviert und wie sie es schaffen, zwei, drei oder vier Jahre am Ball zu bleiben und ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren – neben Arbeit, Zivistelle, Haushalt, Beziehung(sproblemen) und Stress mit dem Chef; bei eventuell unsicherem Aufenthaltsstatus, mit Deutsch als Fremdsprache oder anderen schwer zu schließenden Wissenslücken; trotz Prüfungsangst, plötzlich auftretender Schübe von Faulheit und/oder Überforderung und lder sonstigen alltäglichen und nicht-alltäglichen Kleinigkeiten, die sich einem da im Lauf der Zeit so in den Weg stellen. Wir wollen zeigen, woher diese Leute kommen und wohin es nach dem Abschluss und überhaupt in ihrem Leben gehen soll; was sie beschäftigt und bewegt; worüber und worauf sie sich freuen und was sie ärgert oder frustriert; wovon sie träumen und was sie fürchten; was ihnen leicht fällt und womit sie so ihre Schwierigkeiten haben; was sie ändern würden, wenn sie könnten; wie sie sich selbst und ihre Zukunftschancen beurteilen; wer sie unterstützt; was ihnen im Weg steht und was sie selbst bereit sind für ihr Ziel zu tun.
Die Beteiligten
Bilder von Volker Schmitt für die BISS-Fotostrecke "Bildungsbürger"


